"Vom Amateur zum Profi mit der Nikon School!"

Fotografie zum Beruf machen?
Unsere Guideline mit den 10 wichtigsten Fragen.

 

Die Nikon School ist auf allen Kontinenten aktiv und hat bereits vielen Fotografen den Weg in die kommerzielle Fotografie bereitet. Durch den modularen Aufbau der Trainings bieten wir eine Struktur, die bis hin zum professionellen Niveau reicht. Beim Ausbau Ihrer Fähigkeiten können Sie sich also ganz auf uns verlassen. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten. Aus der Praxis ergeben sich 10 Kernfragen, die Sie sich selbst beantworten können.

 
 

Auch Profi-Fotografen nennen es weiterhin ihr "Hobby".

Die Arbeit als Berufsfotograf macht viel Spaß und ist ein Traum vieler Hobbyfotografen. Und doch ist sie etwas völlig anderes als das, was man sich darunter vorstellt. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man eine sich selbst gestellte fotografische Aufgabe löst (also ein Thema fotografiert, worauf man gerade Lust hat) oder ob man gehalten ist, mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Als Berufsfotograf muss man effizient arbeiten, um am Ende des Monats genügend Geld zur Verfügung zu haben, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Man kann nicht nach Belieben irgendwo herumstreifen und sich fotografisch einem Thema widmen, so lange, bis man zufrieden ist. Um es auf einen Punkt zu bringen: Fotografieren als Hobby ist ein wenig wie Meditation; während die berufsmäßig ausgeübte Fotografie (vor allem, wenn man als Freiberufler tätig ist) wie ein ständiger Kampf gegen die Zeit ist, mit der Konsequenz, niemals all das zu schaffen, was noch erledigt werden müsste: das Aktualisieren der Internetseite, die Werbung auf den Social-Media-Kanälen, das Kontakthalten zu wichtigen Kunden, Aufräumen, neue Requisiten und Locations suchen, Buchhaltung, Equipment warten, notwendige Reparaturen vornehmen etc.

Die meisten professionellen Fotografen haben daher – neben dem Beruf – auch noch das Hobby Fotografie: Sie widmen sich freien Arbeiten, die ohne Budget, ohne Zeitdruck und ohne Kundenanforderungen berücksichtigen zu müssen, realisiert werden können. Anders formuliert: Die Amateure beneiden die Profis, wie diese mit ihren umfangreichen (technischen) Möglichkeiten Fotos realisieren können, während die Profis die Amateure beneiden, wie diese ohne Stress in Ruhe und nach eigenem Belieben fotografische Projekte nach Herzenslust (und nicht nach Budgets) verfolgen.

Die nun folgenden Fragen sollen Ihnen bei der Entscheidung über den Berufswunsch Fotografie helfen, denn nur eine fundiert getroffene Entscheidung kann nachhaltig erfolgreich sein.
Antworten Sie daher sorgfältig und (sich selbst gegenüber) ehrlich, damit Sie hiervon profitieren können.

Die Top 10 Fragen zur Berufsfotografie

1.: Sind Sie ein Macher?

Nur entschlussfreudige Menschen haben eine Chance beruflich in der Selbständigkeit dauerhaft erfolgreich zu sein. Oftmals geht es schneller zwei Alternativen zu realisieren als lange darüber zu diskutieren welche der beiden erfolgversprechender ist.

2.: Sind Sie bereit, in Zukunft mehr zu arbeiten?

Wer sich beruflich selbständig macht muss gerade in den ersten Jahren mehr arbeiten als ein Angestellter. In viele Bereiche (Buchhaltung, Marketing, Kundenakquisition, etc.) muss man sich erst einarbeiten, und dafür benötigt man auch die Zeit an den Wochenenden. Und natürlich hat man nicht abends um 17:30 h Feierabend, sondern wird so lange weiterarbeiten, bis die Aufgaben erledigt sind.

3.: Genügen Ihre Fotos wirklich professionellen Ansprüchen?

Nahezu jeder Fotograf ist von seinen eigenen Arbeiten begeistert. Aber wie sehen andere Menschen Ihre Arbeiten? Es reicht nicht, dass Ihre Fotos bei FotoCommunity oder Facebook geliket werden. Wichtiger ist, was andere Profis über Ihre Arbeiten sagen und ob potentielle Kunden bereit sind, dafür Geld zu bezahlen. Im Bekanntenkreis lässt sich schnell - aus sozialen Gründen - ein Lob aussprechen. Aber ist das auch ehrlich?

4.: Können Sie sich dauerhaft selbst motivieren?

Die Arbeit als selbständiger Fotograf wird einem nicht aufgetragen, beziehungsweise nur ein kleiner Teil davon. Darüber hinaus gibt es aber genügend Aufgaben, die erledigt werden müssen, die dazugehören, aber nicht gerade Spaß machen: Steuererklärungen, Kundenakquise, Buchhaltung, Datenarchivierung, etc. Können Sie sich auch dafür immer wieder motivieren? Denn sie bilden das Rückgrat jeder beruflichen Selbständigkeit.

5.: Sind Sie gut im Marketing? Beherrschen Sie die Selbstdarstellung auf den Social Media-Kanälen?

Gute oder sehr gute Fotos zu machen ist allein kein Garant um als Fotograf erfolgreich zu sein. Ebenso wichtig ist eine gute Selbstdarstellung, vor allem auch in den Social Media Kanälen.

6.: Sind Sie gut vernetzt? Haben Sie viele Kontakte?

Als Einzelgänger werden Sie es schwer haben. Wer viele Kontakte hat kann schneller seine neue berufliche Selbständigkeit ausbauen. Es ist zwar nicht gänzlich unmöglich ohne „Vitamin B“ erfolgreich zu sein. Aber es ist deutlich schwerer.

7.: Sind Sie flexibel und immer bereit, Neues dazuzulernen?

In der heutigen Zeit ändern sich die Berufsbilder und der Beruf Fotograf hat sich durch die Digitalfotografie entscheidend verändert. Nur wer gewillt ist immer wieder neu und weiter zu lernen und sich offen gegenüber Neuerungen zeigt wird eine Zukunft als Fotograf haben.

8.: Sind Sie auch unter Zeit- und Leistungsdruck in der Lage, kreativ zu arbeiten?

Wer als Hobbyfotograf immer dann zur Kamera gegriffen hat wenn ihn die Muse „geküsst“ hat, wird voller Elan und Tatendrand wundervolle Werke erschaffen haben. Doch als Berufsfotograf kann man sich nur selten aussuchen, wann man zur Kamera greift. Kunden bestimmen Termine und Motive. Das ist eine völlig andere Fotografie als man es als Hobbyfotograf gewöhnt ist.

9.: Haben Sie bereits - zum Beispiel im Rahmen eines mehrwöchigen Praktikums - Einblick in den Berufsalltag eines Fotografen nehmen können?

Nein? Dann sollten Sie das schnellstmöglich nachholen! Oder wollen Sie tatsächlich Ihr zukünftiges Leben auf ein paar Klischees aufbauen, die Sie über das Leben von Fotografen gehört haben? Nur wer einen realistischen Eindruck vom tatsächlichen Berufsalltag eines Fotografen hat sollte die Entscheidung treffen ob er oder sie auch wirklich diesen Weg gehen möchte.

10.: Haben Sie ein genügend großes finanzielles Polster um die ersten Monate Ihrer Selbständigkeit auch ohne lukrative Aufträge überbrücken zu können
und um notwendige Equipment-Anschaffungen tätigen zu können?

Nur weil Sie beschließen, ab Tag X als selbständiger Fotograf zu arbeiten heißt das nicht, dass ab Tag X+1 sofort die dicken Aufträge reinkommen. Gerade in der Anfangsphase, wenn Sie noch keinen festen Kundenstamm aufbauen konnten, werden Sie von Ihren Ersparnissen zehren müssen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Sie nichts zu tun haben werden in den ersten Monaten. Es werden allerdings weniger fotografische Arbeiten sein, sondern solche, die Ihre Selbständigkeit zementieren, wie zum Beispiel Organisatorisches, Marketing, Equipment-Ergänzung, Anmeldung bei Berufsfachverbänden und beim Finanzamt, etc.

 

Unbenannt

Autor: Jens Brüggemann - Nikon School Trainer, Werbefotograf, Fachbuchautor

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